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Viele Menschen, die auf der Suche nach neuen Ideen und nach Inspiration sind, stoßen bei der Auswahl neuer Möbel auf den seit Kurzem ziemlich präsenten Trend „Shabby Chic.“ Damit ist der Einsatz von Einrichtungsgegenständen aus der klassischen Moderne gemeint, die allerdings schon abgenutzt sind und damit ihren ganz eigenen Charme entwickeln. Die Möbelindustrie kopiert zudem diese vergangenen Stile und bietet sehr billig produziertes Vintage an.

Abgesehen davon, dass letzteres immer so seine Probleme hat, trotzdem für viele die leider einzige Möglichkeit darstellt, sich diesem Trend anzuschließen – es lauern noch viele weitere Gefahren im Markt für Vintage Möbel. Das sollte man gleich zu Beginn wissen und auch konsequent darauf achten.

Lange Jahre verzichteten Möbelhersteller auf eine Kennzeichnung ihrer Stücke, was Fälschungen besonders begehrter Möbel natürlich vereinfacht. Laien haben es wirklich schwer, eine Kopie von einem Original zu trennen und so quillt beispielsweise das Internet vor angeblich seriösen Angeboten über. Betrüger lauern überall, es gibt gerade in Asien ganze Fälscherindustrien, die alles nachbauen, was irgendwie in deutsche Wohnzimmer passen könnte. Wenn nun das verwandte Material dem echten ähnelt, der Schnitt und auch die eigentliche Gestaltung kaum vom Original getrennt werden können, dann lässt sich für nicht Fachkundige Käufer nur über den Preis herausfinden, ob es sich um eine Kopie handelt. Klar, es gibt auch immer besonders dreiste Fälscher, die grundsätzlich auf Originalität bestehen (Erinnern wir uns an Konrad Kujau, der den Stern mit seinen Hitler-Tagebüchern lange Zeit an der Nase herumführte) und die dann auch ganz dreist die Originalpreise verlangen. Wer dem aufsitzt, hat einfach Pech gehabt und es lässt sich da auch nicht viel an guten Ratschlägen verteilen.
Allerdings versuchen Kriminelle gerade mit sehr attraktiven Preisen zu werben, was wiederum ein gutes Indiz für eine Fälschung sein kann. Ein Originalstück von Le Corbusier ist ziemlich sicher nicht für ein paar hundert Euro zu haben, gleich wie auch immer die Begründung aussehen mag! Schließlich warten Sammler auf der ganzen Welt auf solche Stücke und sie sind oft bereit, Höchstpreise zu zahlen.
Immer noch ist deshalb der Fachhändler die vielleicht beste Adresse. Dort wird beraten und wahrscheinlich auch eine Art Siegel garantiert – Vergleichen und ein wenig Herumschnüffeln lohnt sich!

Das schöne ist im Gegensatz zu den Vintage Möbeln bedarf es bei Shabby Chic Möbeln keiner Originale, die Möbel müssen einfach nur schön und “schäbig” sein :)

Einrichten mit Shabby Chic Möbeln
Shabby Chic Truhe
Aber sind Shabby Chic Möbel überhaupt für jede Wohnung und jedes Haus geeignet? Na klar, muss die Antwort sein, sie wurden ja nicht fürs Museum entworfen und produziert. Ein gewisses Auge für Komposition und Stil wird natürlich trotzdem stark empfohlen!

Auch Vintage Möbel können, falsch installiert, durchaus einen Museumscharakter hervorrufen und sollten deshalb genau auf die Umgebung und Einrichtung abgestimmt werden. Immerhin sind es keine Möbel aus der heutigen Zeit und selbst wer ein brandaktuelles Designerstück im Vintage Stil ersteht, hat damit ein eigenwilliges Interieur, das immer besondere Beachtung verdient.
Warum ist das so? Vintage Möbel stellen in der Regel Aspekte von Epochen dar, in denen Möbel noch etwas über den Charakter ihrer Besitzer aussagen sollten. Heutzutage sind die aus dem Discounter stammenden „Möbel“ meistens völlig ohne Kontur und Ausstrahlung, allein auf Masse und nur für den eigentlichen Zweck (Bett = Schlafen, Tisch = essen, Stuhl = sitzen usw.) reduziert. Da lässt sich wunderbar an Material sparen, was ja für die Umwelt sicher kein Nachteil ist. Aber wer in so manche Wohnung geht, die allein aus Ikea oder Roller Möbeln besteht, dem wird vielleicht das fehlende Charisma, ja die fast schon uniform anmutende Langeweile dieser Behausungen auffallen. Am schlimmsten es, wenn die Leute dann auch noch ihre Wände mit hunderten Fotos in völlig geschmacklosen Rahmen zukleben, nur um dadurch eine Ahnung von Farbe und Lebendigkeit ausdrücken zu wollen. Geschmack, na klar, den hat man nicht einfach so, den muss man lernen und das ist gar nicht so einfach.

Kommt nun beispielsweise ein Nierentisch in eine ansonsten aus Ikea Teilen bestehende Wohnung, wirkt dieser entweder wie ein Fremdkörper oder alles andere um ihn herum erscheint unpassend. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Vintage Möbel (ebenso wie auch Shabby Chic) sind sehr wohl hervorragend kombinierbar, doch benötigen sie stets den gebührenden Raum und eine gelungene Abstimmung. So empfiehlt sich beispielsweise, auf ähnliche oder aber gern auch sehr kontrastierende Möbelstücke zu setzen. Metall und Holz passen nur bedingt, in manchen Fällen aber sehr wohl gut zueinander. Holz und Holz sollten sich ähneln und wer meint, den Vintage – Schrank vor einer roten oder blauen Wand positionieren zu wollen, könnte Probleme bekommen. Es kommt natürlich auf die persönlichen Vorlieben an, die will ich auch niemandem abstreiten. Aber Kontrast funktioniert doch viel besser, wenn man zumindest ein wenig die Grundlagen der Gestaltung berücksichtigt. Besser ist es da, auf weiße Farben und Pastelltöne zu setzen und demgegenüber zum Beispiel dem Vintage – Teil einen knalligen Anstrich zu verpassen. Diese Möbel vertragen das, keine Sorge, sie sind schließlich oft selbst Kunstwerke und wenn man sie richtig Ernst nimmt, können sie große Freude machen.

Wo gibt es diese Möbel?
Shabby Chic SchrankNun ist es eher kompliziert, echten Vintage Stil aufzutreiben. Entweder sind die noch auf dem Markt befindlichen Stücke unwahrscheinlich zu teuer oder es gibt gleich gar nichts mehr in dieser Richtung zu kaufen. Vergesst den Flohmarkt, dort hat man die Trends längst erkannt und eder Händler wird alles wirklich Wertvolle sofort aussortieren, bevor er sich mit dem restlichen Krempel auf den Marktplatz stellt.

Möbelhäuser bieten Vintage zwar auch an, aber natürlich nur als billige, wenn auch offen beworbene Kopie. Das ist in Ordnung, wenn auch nicht sonderlich originell. Da wir aber sowieso in einer Wegwerfgesellschaftleben, in der zudem der Schein und der Anschein die höchsten Güter sind, kann man sich auch für wenig Geld bei Ikea (obwohl die nicht so billig sind) oder Roller eindecken.
Alle anderen gehen bitte zu einem Fachhändler und lassen sich beraten. Dort muss man keine Mondpreise zahlen, findet aber dafür gut und gern das eine oder andere gut erhaltene Original. Dazu kommen Neuschöpfungen aktueller Designer, die den Vintage – Trend aufgreifen und ganz neue Kreationen hervorbringen. Ein Fachgeschäft (oder eine spezialisierte Seite im Netz) ist allemal die beste Wahl, denn Möbel sollten ähnlich wie Kleidung zu einem passen und nicht nur billig sein.

Shabby Chic hingegen findet sich mit etwas Glück leicht auf dem Flohmarkt oder man macht sie einfach selber, viele Youtube Videos zeigen inzwischen schön wie!

Die deutsche Hauptstadt boomt vielleicht wie noch niemals zuvor. Klar, Hitler hatte auch einiges vor mit Berlin und die im Kalten Krieg geteilte Stadt war Jahrzehnte lang unseliges Zentrum der in Ost und West zerrissenen Welt. Heute aber ist Berlin eine bunte, offene, unfassbar kreative Stadt, die Hunderttausende Zuzügler und noch mehr anlockt, die jedes Jahr Millionen Touristen begeistert und die kulturell sich schon durchaus mit London oder Paris messen kann. Aber ist Berlin auch wirklich eine Metropole?
Metropolen, so der offizielle Ausweis, sind Städte, die nicht nur das Zentrum eines Landes bilden, sie strahlen immer auch auf die Umgebung und benachbarte Staaten aus. Zudem ist ihre Geschichte sehr bewegt, sie wurden manchmal zerstört und wieder aufgebaut und ihre Wurzeln reichen oft Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende zurück. Außerdem sind Metropolen immer der Sitz wichtiger Organisationen, die international agieren und schon deshalb zur Weltgeltung der sie beherbergenden Stadt beitragen. Das Selbstverständnis von Metropolen ist sehr ausgeprägt und selbstsicher und sie sind immer eine Art Sehnsuchtsziel vieler Menschen, gleich ob sie dabei in armen oder reichen Ländern zu finden sind. Und nicht zuletzt sind Metropolen immer auch wirtschaftliche Kraftzentren – nicht umsonst gilt der die Herstellung von Gütern untersuchenden Industrie-Index von New York zu den wichtigsten Erhebungen im US-amerikanischen Börsenmonat.
Berlin nun ist, wie ich finde, in diese Kategorie nicht einzuteilen. Es ist zwar eine recht große Stadt, Hauptstadt des wohl wichtigsten Europäischen Landes dazu, es ist kulturell reich und Sitz berühmter Universitäten. Künstler arbeiten hier, die Kreativwirtschaft wächst und gedeiht. Der Wohlstand ist hoch, die soziale Mischung noch einigermaßen vorhanden. Und von Historie brauchen wir hier nicht reden: Seit die Preußen das damals noch vor sich hin dümpelnde Berlin in den Bereich ihrer Residenz Potsdam nahmen, wuchs die Stadt und wurde als deutsche Hauptstadt Schauplatz vieler welthistorischer Ereignisse.

Freilich fehlt der Hauptstadt das eigentliche Flair der Metropolen. Das ist nicht negativ gemeint, im Gegenteil.
berlin mode hauptstadtWer mal in New York, Delhi oder auch Tokio war, der weiß wie hektisch, schnell und aufgedreht diese Metropolen wirken und leben. Die Menschen dort sind immer in Bewegung und ständig wachsen neue Stadtteile aus dem Boden, andere hingegen verschwinden oder werden komplett verändert. In Berlin hingegen bestehen die meisten Stadtteile seit Jahrzehnten unverändert, vom Sanierungswahn einiger geldgeiler Hausbesitzer einmal abgesehen. Man kann an vielen Plätzen entspannen und eine echte Wirtschaft hat die Spreestadt ja nun wirklich nicht. Vielmehr würde ich Berlin unter jene Hauptstädte reihen, die ihre Rolle zwar mit Stolz, aber auch ein bißchen mit Verachtung tragen. Fragt mal einen Römer, ob er froh wäre, wenn seine Stadt weniger Beachtung fände! Ein absurder Gedanke, aber man wird jede Menge Berliner finden, die sich die scheinbare Ruhe der geteilten Stadt zurückwünschen. Berlin ist gerade deshalb sympathisch, weil es kein alles verschlingender Moloch, sondern eine City mit Charakter und Begrenzung geblieben ist. Im Innern bebt und lebt diese Stadt, ihre Grenzen sind jedoch einigermaßen klar und man kann in einer halben Stunde ins Grüne fahren – definitiv keine Möglichkeit in einer echter und wuchernden Metropole!

Hi Leute, ich begrüße Euch ganz herzlich auf meiner Internetseite. Ich möchte hier in erster Linie über kulturelle Erscheinungen, Trends, Anekdoten und Ereignisse berichten. Berlin, meine Heimatstadt, ist schließlich ein Sammelsurium der Kultur, was gerade auch für viele Zuzügler ein wichtiger Aspekt sein mag. Und na klar, es lebt sich doch auch viel angenehmer und interessanter in einer Stadt, die etwas zu bieten hat und in der die Kreativen sich in gewisser Weise ausleben können. Kein Vergleich zu stumpfsinnigen Wirtschaftsmetropolen, die etwa in China am Reißbrett entworfen werden und die allein der Aufnahme von Millionen Menschen dienen sollen! Wer dort mal war und noch im Herzen, im Leib, in irgendeiner Falte vielleicht noch das Chinesische „Modell“ und sei es auch nur im ideellsten Sinne gepriesen hat, der kehrt zurück von dort als von einer solchen Einstellung als geheilt. Überhaupt die Chinesen! Sie werden abwechselnd als größte Chance oder als größte Gefahr für die Welt bezeichnet und es ist natürlich sehr lohnenswert, dieses Land auch mal zu besuchen. Eine freilich ist klar: Kreativ sind eher wenige Chinesen, vielmehr geht’s traditionell eher um das Ausführen festsitzender Reflexe und Anordnungen. Kunst und Kultur, zumindest in ihrer individuellen Ausprägung braucht stets einen Freiraum, sowohl des Denkens wie auch des Handelns und so ist klar, dass ein weltberühmter chinesischer Künstler, Ai Weiwei, in seiner Heimat niemals sich hätte auf diese Weise entwickeln können. Er brauchte die Zeit in New York und anderswo, um seine zweifellos vorhandenen Talente ausbilden zu können.

Doch ich will hier keine Politik machen, das übernehmen schon genug andere.
Berlin stil und designVielmehr finde ich es ziemlich interessant, was sich gerade in Berlin abspielt. Hier haben Künstler genau jene Freiheit, die in der Kreativwirtschaft nötig sind, sie können sich weiterentwickeln und der eine oder andere schafft dann sogar eine annehmbare Karriere. Wozu das gut ist? Nun, um noch einmal auf China zurückzukommen: Ich persönlich halte Kultur ganz allgemein für einen ungemein wichtigen Aspekt zur Stabilisierung und zur Entwicklung von Gesellschaften. China sieht es genau anders herum und steht damit, wen wundert´s, in der Tradition von Platon. Dieser zeigt sich (in Person des dort sprechenden Sokrates) in seinem Dialog „Der Staat“ den Künstlern gegenüber als sehr kritisch und meint, diese würde die Ehre und den Zusammenhalt gefährden. Gleich, welche Philosophie dahinter stehen mag (Idealismus!), in China sieht man die Sache offenbar genauso. Wir erinnern uns alle an die furchtbare Kulturrevolution, die zur Zerstörung unschätzbarer Kulturgüter führte, nur weil Mao-Tse Tung über die Mobilisierung der Jugendlichen zurück an die Spitze der Macht wollte! Da wurde rücksichtslos alles zerstört und eine banalen wie stupiden Gleichmacherrei unterworfen, ein Skandal, unter dem China auch heute noch leidet. So wird dort lediglich kopiert und die wenigen, nach individuellem Ausdruck strebenden Künstler werden eingesperrt oder mundtot gemacht. Sie müssen dann sogar als „Volksfeinde“ herhalten,gerade weil sie den Menschen einen anderen Blick als den Üblichen vorschlagen. Man stelle sich vor, ein Künstler wie Picasso hätte dort leben müssen, er wäre wohl nie auf die kubistische Idee der Darstellung von Zeit gekommen!

In Berlin hingegen, davon bin ich überzeugt, hätte es dem alten Pablo sicher gefallen. Überall wachsen hier kleine oder größere Ateliers und dergleichen heran und selbst auf dem Gebiet der Mode versucht sich die Hauptstadt seit einigen Jahren. Ob das gut geht, sei dahingestellt, Profit schlägt eine Stadt und damit auch eine Gesellschaft und Kultur aus solchen Entwicklungen allemal.
Ich werde über solche Trends und Bewegungen berichten und hoffe, dass meine Leser mir den vielleicht einen oder anderen fachlichen Fehler, sollte er denn bemerkt werden, nachsehen. Mir geht es in erster Linie um die Diskussion von Ereignissen und dergleichen und ich denke, das ist für einen Blog wie diesen hier völlig gerechtfertigt.